Betreuungsleistungen


Haushaltsassistenz

Unser besonderes Hilfsangebot und Augenmerk gilt den Angehörigen von Menschen, die an einer dementiellen Erkrankung leiden. Dies erfordert zumeist 24 Stunden lang volle Konzentration und Beaufsichtigung. Es ist schwer, sich in die Lebenswelt seines an einer Demenz erkrankten Angehörigen den ganzen Tag einzufühlen. Nichts ist mehr, wie es früher einmal war, und zuletzt ist es sehr schmerzlich, wenn das eigene Familienmitglied einen nicht mehr erkennt. Hier gilt es, nicht nur pflegerische Angebote zu machen, sondern im besonderen Maße Sie als pflegende Angehörige zu entlasten, zu beraten und psychisch zu stützen. Damit Sie Ihre „Akkus“ ein wenig aufladen können, indem Sie wieder einmal Zeit für sich haben oder unbeschwert das Haus verlassen können, haben wir ein Team von Haushaltsassistenten in unserem Pflegedienst fest angestellt. Diese Assistenten kommen zu Ihnen nach Hause und beschäftigen sich mit Ihrem Angehörigen, wenn Sie einmal „raus“ müssen.

Hierfür hat ein „Haushaltsassistent“ eine spezielle zwei bis viermonatige Ausbildung erhalten, deren Schwerpunkt in der Kommunikation und Beschäftigung mit Menschen mit Demenz liegt. Tagesstrukturierung unter Berücksichtigung der individuellen biografischen Vorlieben, der Ernährungsgewohnheiten und Grundzüge der Haushaltsweiterführung werden ebenfalls geschult. Unterstützt wird das Projekt der Haushaltsassistenz vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium, siehe die Kampagne „Menschen pflegen“ (link: www.menschen-pflegen.de) und dem europäischen Sozialfonds. Unser Pflegedienst ist Mitglied im Landes-Netzwerk-Demenz in Rheinland-Pfalz (link: www.demenz-rlp.de).

Niedrigschwellige Betreuungsleistungen

Was kostet der Einsatz eines solchen Haushaltsassistenten? Manchmal für Sie: nichts! Denn in der Pflegeversicherung gibt es einen §45, Sozialgesetzbuch XI. Dort ist geregelt, dass bei einer sogenannten „Einschränkung der Alltagskompetenz“ ein zusätzlicher Betrag von 100,- oder 200,- € pro Monat in Anspruch genommen werden kann. Diese „eingeschränkte Alltagskompetenz“ wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) im Rahmen der Pflegebegutachtung festgestellt.
Wir erleben häufig, dass Angehörige diesen Zusatz überlesen, wenn sie den Bescheid über die Pflegestufe erhalten. Somit wissen sie häufig nicht, dass ihnen dieser zusätzliche Leistungsanspruch zusteht. Also hier der Tipp: lesen Sie den Bescheid nochmals genau auf „zusätzliche Betreuungsleistungen“ hin durch. Wichtig ist hierbei auch, dass diese Leistung unabhängig vom Erhalt einer Pflegestufe (also selbst bei Ablehnung!) gewährt sein kann. Ebenfalls interessant dürfte sein, dass dieser Anspruch nicht mit anderen Leistungen der Pflegeversicherung (wie Geld-, Kombi-, Sachleistung oder Verhinderungspflege) verrechnet wird, es also keine Abzüge gibt. Diese Sachleistung ist unabhängig und zusätzlich!
Allerdings kann er auch nicht an den Versicherten ausgezahlt werden, sondern ist nur von Ihnen als „niedrigschwellige Betreuungsleistung“ abrufbar. Diese Leistung dürfen nur Dienste erbringen, die hierfür bei den Kassen zugelassen sind. Unser Dienst hat die Zulassung nach §45 SGB XI und kann somit direkt mit den Kassen abrechnen.

Aber auch wenn noch keine Einstufung in diese „eingeschränkte Alltagskompetenz“ vorliegt, können Sie für ein kleines Geld unsere Haushaltsassistenten „buchen“. Denn wir wissen, dass das wichtigste für Sie als Angehörige ist, einmal Zeit für sich zu haben. Ebenso wichtig ist es, dass „Ihr“ Assistent nicht ständig wechselt und auf Ihren demenzkranken Angehörigen gut eingestellt ist. Daher halten wir den Kreis der Personen, die Ihren Angehörigen zu Hause betreuen, auf ein Minimum beschränkt.

Sprechen Sie uns auf unser Zusatzangebot „niedrigschwellige Betreuung“ an, wir beraten Sie gerne.